Ein neues Schuljahr hat begonnen und dieses bringt nicht nur für die Schüler einen Neustart, sondern hält auch unvorhersehbare Herausforderungen für die Lehrer bereit. Gemeinsam starten sie in ein neues Abenteuer, voller Höhen und Tiefen – und das ist auch gut so.

Das neue Schuljahr und seine Hürden

Doch mit dem Schulbeginn kommen auch gemischte Gefühle auf. Viele wissen nicht so recht auf welcher Seite sie stehen. Gehören sie zu jenen, welche sich schon seit Ferienbeginn wieder auf den Schulanfang freuen oder zählen sie eher zu denen, die jedes Mal zusammenzucken, wenn die Schulglocken wieder zum Schulstart läuten?

Am Beginn des Schuljahres fragen sich daher viele Lehrer: “Was geht eigentlich in den Köpfen meiner Schüler vor? Wie könnte ich es schaffen, nähere Einblick zu gewinnen und sie dadurch besser zu verstehen?”

Eine intensive Auseinandersetzung mit diesen Fragen ist nicht nur wichtig, sondern sogar unabdingbar, um das kommende Schuljahr positiv zu meistern. Dabei kommt es aber nicht nur auf die Einstellung der einzelnen Lehrkräfte an, sondern vielmehr geht es um ein aktives Miteinander, bei welchem Schülerinnen und Schüler ebenso ihren Beitrag für eine harmonische Schulgemeinschaft leisten.

Die Wichtigkeit man selbst sein zu können

Wenn ich an die herausfordernden Spannungsfelder denke, welchen man sich zu Schulbeginn stellen muss, frage ich mich: “Kann ich in der Schule überhaupt so sein, wie ich tatsächlich bin?” und mit dieser Frage bin ich nicht alleine.

Die Angst vor einem neuen sozialen Umfeld, einem ungewohnten Klassenzimmer, fremden Mitschülern, zu hohen Anforderungen oder einem starken Leistungsdruck, ist für viele ein ständiger Wegbegleiter.

“Troubles, challenges, difficulties… but is there a way out?” Die Antwort darauf lautet: Ja, es gibt einen Weg hinaus. Und zwar indem man selbstbewusst an die Dinge herangeht!

Doch wie kann es gelingen, den Schulalltag selbstbewusst zu erleben? Hier wagen wir uns in ein, für viele wahrscheinlich, noch recht unentdecktes Land. Leider kommt es viel zu selten zu einer intensiven Auseinandersetzung mit wichtigen Fragen, wie: “Welche Rolle spiele ich im Klassenzimmer? Wie gehe ich mit meinen Mitschülern um? Wer sind “die Coolen” ? Oder gehöre ich der Gruppe der Außenseiter an?

Durch eine nicht ausreichende Reflexion dieser Themen können negative Gefühle auftreten, welche meist unbewusst oder sogar in vielen Fällen unterdrückt mit nach Hause genommen werden. Dies führt in Folge dazu, dass die Freude daran, zur Schule zu gehen, immer mehr abnimmt.

Ein geschützter Raum zur Selbstentfaltung

Doch wie kann dieser Konsequenz langfristig entgegengewirkt werden? Unsere Antwort darauf lautet: Schaffe einen geschützten Raum, in welchem es möglich ist, sich gemeinsam in neue Umfelder zu begeben!

Zu diesem Zweck bieten wir gemeinsam mit René Liball zum Thema Selbstbewusst SEIN Workshops an, die es Schülerinnen und Schülern ermöglichen sollen, zukünftig selbstbewusst ihren Schulalltag zu erleben.

Ob Fragen zur Berufswelt, einem sicheren Auftreten im Klassenzimmer oder Barrieren in der Kommunikation: Mithilfe spielerischer Übungen lernen die Schülerinnen und Schüler mit den unterschiedlichsten Herausforderungen umzugehen. Dazu zählt auch ein besseres Kennenlernen untereinander, um das Bewusstsein für die eigenen Gefühle und die der anderen zu schärfen. Es können dabei Ängste, Konflikte und Hemmungen aufgebrochen werden, wobei der selbstsichere und konstruktive Umgang mit belastenden Gefühlen und blockierenden Ängsten gezielt trainiert wird.

Das durch die Improvisation hervorgerufene “Aus sich heraus gehen” soll nicht als peinlich wahrgenommen werden, sondern es ist  Ziel des Workshops, alle Individuen in einer Klassengemeinschaft auf eine gemeinsame Ebene zu stellen.

In uns allen stecken Potenziale

Für zukünftige, erfolgreiche Lernprozesse ist es daher enorm wichtig, dass man in einem bestimmten Umfeld man selbst sein kann. Dies ist vor allem in der Schule eine Grundvoraussetzung. Denn von einer Atmosphäre, in der sich jeder Einzelne, ganz gleich ob Schüler oder Lehrer, wohlfühlt, profitieren schlussendlich alle. Zugunsten des Einzelnen und zugunsten der Gemeinschaft.

Dabei gilt es die eigenen Potentiale zu erkennen, mit ihnen umgehen zu lernen und diese schlussendlich selbstbewusst einzusetzen. Dies bildet einen wichtigen Schritt in Richtung einer lebhaften und dynamischen Schulgemeinschaft.

“Wer bin ich? Wer bist du? Und wie kommunizieren wir miteinander?”. Diese und viele weitere Rätsel gilt es zu lösen, bevor mit Vollgas in das neue Schuljahr gestartet werden kann.

Du bist neugierig gelesen? Dann lese doch auch den Blogbeitrag zum unendlichen Potenzial im Klassenzimmer!