Fertig mit der Schule oder dem Bachelor und noch keine Lust auf die Arbeitswelt? Dann ab nach Australien. Kellnern in einem Pub in Sydney, Blaubeeren pflücken in Coffs Harbour oder doch lieber Steward/ess auf einem der vielen Boote auf den Whitsunday Islands?

Ich selbst habe mich nach meinem Abitur dafür entschieden, ein halbes Jahr zu reisen und zu arbeiten. Meine Zeit habe ich hauptsächlich in Australien und Malaysia verbracht. Auf dem Hin- und Rückflug nutzte ich die Gelegenheit um einen Abstecher nach Dubai, Bangkok und Singapur zu machen. Um etwas Geld anzusparen, habe ich vor meiner Reise ein halbes Jahr in Deutschland in der Kinderbetreuung gearbeitet. Als ich in Australien ankam, wollte ich erst ein bisschen etwas von Land und Leuten sehen, bevor ich mir einen Job suchte. Deshalb habe ich mir erst nach ca. 2 Monaten einen Job zugelegt. Zuerst habe ich auf einer Farm Blaubeeren gepflückt (PS: die meisten habe ich selbst gegessen) und später dann in Shopping-Centern Windspinner (hässliches Deko-Zeug) verkauft. Beide Arbeiten waren weit entfernt von Traumjobs, aber man konnte in kurzer Zeit, und ohne Ausbildung gut Geld verdienen damit. Die Arbeit in den Shopping-Centern und der damit einhergehende Kontakt zu den Einheimischen hat mir sogar großen Spaß gemacht. Außerdem wurde die Arbeit sehr gut bezahlt und ich konnte mir dadurch einen Segeltrip und einen Tauchkurs an der Ostküste Australiens finanzieren.

 

-Travel is the only thing you buy that makes you richer.-

 

Aber warum überhaupt weg?

Die Frage sollte eher lauten: Warum nicht? Mich hat das Fernweh schon zwei Jahre vor meinem Abschluss gepackt und die ersten Pack- und To-do-Listen wurden schon viele Monate vor dem Trip geschrieben. Das Tolle am Reisen ist, dass man unglaublich viele spannende Leute aus den verschiedensten Kulturen kennenlernt. Viele werden im Verlauf der Reise auch oft zu engen Freunden. Wenn man wieder nach Hause kommt, hat man oft Freundschaften über den ganzen Globus geknüpft. Außerdem verbessern sich automatisch die Sprachkenntnisse, was wiederum für die spätere Jobsuche sehr hilfreich sein kann. Ein weiterer Punkt ist, dass man auf langen Reisen viel über sich selbst lernt. Beispielsweise wie man sich in gewissen Situationen verhält, wenn etwas schief geht oder nicht ganz nach Plan läuft (Hostel ausgebucht, Handy gestohlen etc.).

Ich kann nicht.

 

Deine Checkliste:

✔ Erkundige dich bei deinem Arzt welche Impfungen für das Land notwendig sind. Lass sie rechtzeitig auffrischen oder durchführen.
✔ Gültiger Pass
✔ Working-Holiday-Visum beantragen
✔ Internationaler Führerschein
✔ Eine Kreditkarte für’s Ausland z.B DKB-Cash Kreditkarte
✔ Auslandskrankenversicherung
✔ Flugtickets und Reservierungen
✔ Einen Traveller (ergonomisch passende Rucksäcke für Frauen sind ebenfalls erhältlich)
✔ Unterkunft finden
✔ Auf die Jobsuche vorbereiten z.B. deinen Lebenslauf auf Englisch übersetzen, einen Sprachkurs absolvieren, Jobbörsen abklappern
✔ Einen Reiseführer (auch als e-Book möglich) besorgen
✔ Packliste schreiben (Tipps dafür – siehe unten)
✔ Ein Tagebuch führen. Es ist zwar manchmal lästig alle paar Tage aufzuschreiben, was man erlebt hat, aber im Nachhinein lohnt es sich ungemein. Denn man hat danach ein Buch voller Erinnerungen und festgehaltener Momente, die man sonst teilweise vielleicht schon wieder vergessen hätte.

 

Eine super Packliste, die mir viel erleichtert hat, findet ihr hier.

Australienbilder

TO-DO’s:

 

Sydney:

Stadtviertel Manly (coole Cafes und Kneipen), Darling Harbour, Harbour Bridge, Blue Mountains, Bondi Beach (Von Bondi aus kann man direkt am Meer entlang nach Coogee spazieren: Ein traumhafter Weg entlang beeindruckender Klippen, Strände und mit einer grandiosen Sicht auf das Meer), Picknick im Royal Botanic Garden, Paddy’s Market und probiere unbedingt die Fresh Sushi Take Away Rolls aus. Das sind große Sushi-Rollen, die es bereits ab $1.50 an vielen Ecken gibt. Kleiner Tipp: Von zwei wird man auch locker satt.

 

Brisbane:

Lone Pine Koala Sanctuary (mit Koalas und Kängurus kuscheln), kostenlose Stadtführungen mit den Brisbane Greeters, an der Lagune von Southbank chillen oder ein BBQ veranstalten, Picknick im City Botanical Garden, durchs Fortitude Valley schlendern (das ist ein super hipper/alternativer/cooler Stadtbezirk).

 

Cairns:

Schnorcheln und tauchen am Great Barrier Reef, BBQ am Esplanade Boardwalk, an der Lagune entspannen, eine Tour in den Regenwald (z.B nach Kuranda), ein Auto mieten und einen Ausflug nach Port Douglas oder Cape Tribulation machen.

 

Weitere Dinge die echt cool sind: Einen Surfkurs in Byron Bay, Party in Surfers Paradise, Fraser Island, eine Segeltrip von Airlie Beach aus…

Du suchst noch nach deiner Berufung?

Spannende Stories gepaart mit ganz viel Information – das ist der whatchaBLOG und unsere Berufung. Und was ist deine?

Ich kann JEDEM empfehlen ein paar Monate nach Australien bzw. ins Ausland gehen, es war die beste Zeit meines bisherigen Lebens und sicher nicht die letzte große Reise, die vor mir liegt. Vor allem die typische, sehr gelassene Aussie-Mentalität (“no worries”, “we are all mates”) bleibt einem noch lange nach der Rückkehr erhalten und lässt das Gefühl von totaler Freiheit wieder aufblühen. Eine Freiheit, die ich nur dort so erlebt habe: Keine Verpflichtungen zu haben, sondern sich nur nach dem Aufstehen zu fragen: Wo fahre ich heute hin? Dieses Gefühl sollte ein jeder im Leben einmal erleben dürfen. Alternativ zu Work and Travel kann man auch ein Auslandspraktikum, Au-pair, Freiwilligenarbeit oder WOOFing machen. Let’s start the journey…

-The world is a book and those who do not travel read only the first page.-

Muelmann