Recall, 160 Teilnehmer, Samba-Tänze und jede Menge gute Laune! Hier geht es nicht um eine neue Staffel von DSDS (schaut man das überhaupt noch?), sondern um das dritte HR BarCamp in Wien. Und das hatte neben 1.422 Tweets mit #hrbc17, gefühlt 5.000 Kaffees und freundschaftlicher Atmosphäre einiges zu bieten!

Frontalvorträge waren gestern

Powerpoint-Präsentationen gehören der Vergangenheit an! Beim BarCamp gibt es statt monologartigen Vorträgen einen Diskurs auf Augenhöhe und per Du. Dazu gehören aber nicht nur spannende Sessions, die von den Teilnehmern erst vor Ort gepitcht und per Voting gewählt werden, sondern auch jede Menge Networking! 25 der 41 Themenvorschläge haben es in diesem Jahr auf die Agenda geschafft. Die Themen gingen dabei von spezifischen Problemstellungen wie Tech-Recruiting: Mission Impossible?, über allgemeine Themen wie Datenschutz – Segen und Fluch bis hin zu “Gruselrunden” wie der HR Geisterbahn.
Du bist bei den Worten pitchen, Session und Voting gedanklich immer noch bei einer Castingshow? Dann solltest du vielleicht erst einmal nachlesen, was ein BarCamp überhaupt ist. Wir erklären dir die Unkonferenz Step-by-Step.
Samba HRBC17

Outdoor gibt es nicht nur beim Sport

Wer sich schon immer gefragt hat, ob HR auch “nach draußen” gehen kann, wurde in der Session von Eva und Nathalie definitiv davon überzeugt. Seit Jahren setzt Ströck neue Maßstäbe in Sachen Recruiting und mit einem Pop-Up Bewerbungsstand wurde wieder ein neuer Weg in der Mitarbeiterfindung getestet. Die Idee: Vorselektionstools sollen ausgeschalten werden und die Bewerber auch im gefürchteten Sommerloch akquiriert werden. Dafür wurden drei Standorte getestet, die auf das Karrierezentrum von Ströck aufmerksam machen sollten: Der Wiener Hauptbahnhof, der Westbahnhof und das Strandbad Gänsehäufel. Interessenten oder einfach Leute, die gerade auf den nächsten Zug warten, konnten spontan zum Stand kommen und sich ganz ohne Lebenslauf und Co. vorstellen.

Das besonders Lehrreiche an der Session: Es wurde nicht nur über die Erfolge gesprochen, sondern auch offen von Problemen in der Umsetzung berichtet. Der Werbeslogan des PopUp-Stands “Wie schützt du dich vor der Sonne? Ich gehe arbeiten.” wurde jedoch beim dritten Mal wegen schlechter Reaktionen in den Sozialen Medien weggelassen. Auch das Gänsehäufel war als Freibad nicht der ideale Ort, um passende Kandidaten zu finden. Ob es am schlechten Wetter oder an der Badebekleidung lag, dass die meisten Besucher nur gratis Goodies wollten, ist dabei aber nicht das Entscheidende. Schließlich birgt jede Erfahrung einen Lernprozess. Das Fazit des Versuchs: Unkomplizierte Wege zu testen, zahlt sich definitiv aus. Ein weiteres Plus: Von den 22 Personen, die sich bei den Pop-Ups beworben haben, wurde ca. ein Drittel aufgenommen.
Session HR goes outdoor

Video ist King – auch im HR

Video bzw. Bewegtbild ist das Medium der Zukunft. Das ist nicht nur die Meinung von Jubin und Robindro, sondern spätestens seit YouTube kein Geheimnis mehr. Aber nicht nur für die Freizeit bieten Videos spannende Inhalte, auch im beruflichen Kontext haben sie enormes Potenzial. Erste Dienstleister erkennen den Trend ebenfalls und bieten Arbeitssuchenden an, kurze Videos zu drehen, die dann an mögliche Arbeitgeber versandt werden. Genau jetzt ist also der perfekte Zeitpunkt, um selbst im Recruiting-Prozess nicht nur Skype-Gespräche zuzulassen, sondern auch Videos als Must-have bei der Bewerbung umzusetzen. Da wir alle tagtäglich eine Kamera in Form eines Handy bei uns tragen, sind die Hürden zur Videobewerbung deutlich gesunken.

Natürlich ist es dennoch nicht ganz so einfach, denn die Technik birgt immer noch das ein oder andere Hindernis. Schließlich muss der Fokus in Sachen Usability bei den Kandidaten liegen und sollte den Bewerbungsprozess möglichst bequem für Unternehmen machen. Denn die Zielgruppe, insbesondere die Jungen auf dem Arbeitsmarkt, sind intuitive Apps gewohnt und stellen sich auch so den Weg in die Arbeitswelt vor. Die Umsetzung muss also selbstverständlicher werden. Ob dafür ein externes Tool oder eine App genutzt oder doch die eigene Unternehmensseite angepasst wird, bleibt dabei jedem selbst überlassen.

Digitalisierung ist auch Mitarbeitersache

Lebenslauf, Motivationsschreiben und Zeugnisse bzw. Empfehlungen vom vorherigen Chef, all das kam zur Zeit unserer Eltern noch per Post an die Personalabteilung des Wunschunternehmens. Diese Zeiten sind natürlich längst vorbei und eine Bewerbung per Mail gehört genauso zum täglichen Geschäft wie die Stellenausschreibung im Internet. Dennoch ist hier noch lange nicht das Ende der Digitalisierung im HR Bereich erreicht. Jobempfehlungstools, Zeiterfassungen und Trainings – alles kann bequem am Computer erledigt werden.

Sabrina und Hanno erklären in ihrer Session, warum Digitalisierung im HR Bereich eben nicht bei der Online-Bewerbung stoppen sollte. Stattdessen soll sie zur Mitarbeitersache gemacht werden. Feedbackrunden können so einfacher geführt und Kritik über Bewertungstools das ganze Jahr über geäußert werden, statt nur in einem großen Jahresgespräch. Auch Arbeitspläne und Arbeitnehmerprofile können einfach in ein Online-Tool umgelagert werden. Der große Benefit: Personaler können sich mehr um die Mitarbeiter kümmern statt von einer administrativen Aufgabe zur anderen zu springen. Statt IBAN Nummern oder Adressen der Mitarbeiter zu ändern, kann sich das Personalwesen in Zukunft auf das Wesentliche konzentrieren: Das Personal. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass Unternehmen nicht nur in die digitale HR investieren, sondern auch in den Datenschutz.
Sessiongruppe

Wir gehen App

Digitalisierung ist auch ein gutes Stichwort für das dritte HR BarCamp in Wien. Mit der Event-App von LineUpr haben wir ein neues Tool für die Kommunikation mit den BarCamp Teilnehmern getestet. Statt 160 Session-Pläne auszudrucken oder einen Umfragebogen für den Recall zu verteilen, gab es dieses Jahr alles in der HR BarCamp Desktop App. Da HRler bekanntlich Twitter-Kings & -Queens sind, gab es auch keine Ausrede, sich die Konferenz digital aufs Smartphone zu laden.

Natürlich wäre so ein BarCamp nicht ohne Unterstützung möglich. Daher geht ein großer Dank an unsere Sponsoren: T-Mobile, Personio, StepStone, Personal Austria, CompanyMatch und eRecruiter.

Wir kommen wieder, keine Frage

Was gab es noch Außergewöhnliches? In einer Session von Jannis durfte aus dem Nähkästchen geplaudert werden – über all die Themen, die sonst tabu sind. Die ganze Session war allerdings streng geheim (inkl. Twitter-Verbot!), damit sich auch wirklich alle trauen, ihre Erlebnisse zu erzählen.

 

 

Wenn du genau wissen möchtest, was bei einem BarCamp so alles ans Tageslicht kommt oder selbst auch einmal Dampf ablassen willst, dann solltest du dir unbedingt Tickets für das nächste HR BarCamp in Wien sichern!

Wann das BarCamp 2018 stattfindet, erfährst du auf der Website oder in unserem HR BarCamp Newsletter – also am besten gleich anmelden!
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Für alle, die kein ganzes Jahr warten wollen, gibt es auch noch den Bericht über das HR BarCamp Wien 2016 zum Nachlesen. Im Anschluss könnt ihr euch durch die Fotos vom diesjährigen HR BarCamp klicken. Viel Spaß!